Leitfaden zur Kooperation
Mentoring ist für Sie ein unbekanntes Feld? Wir wollen Ihnen mit diesem Leitfaden die erfolgreiche Gestaltung einer Mentoringbeziehung erleichtern und Ihnen zeigen, wie Sie die Zeit im Tandem effektiv nutzen können.
Bewerbung
Zweimal jährlich findet eine Auswahlrunde für die neuen Mentoring-Tandems statt. Bewerben können sich Studentinnen und Doktorandinnen der Universität und Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) Konstanz. Auch Absolventinnen, deren Abschluss an einer der beiden Hochschulen noch nicht länger als ein Jahr zurückliegt, dürfen sich am Auswahlverfahren beteiligen. Als Bewerbungsunterlagen müssen bis zum Anmeldeschluss ein ausgefülltes Aufnahmeformular (Download von der Homepage), ein einseitiges Motivationsschreiben, ein tabellarischer Lebenslauf, Kopien von Zeugnissen und Praktikabescheinigungen und gegebenenfalls eine Kopie des Bafög-Bescheids bei der Koordinationsstelle des Mentoringprogramm abgegeben werden. Ein persönliches Beratungsgespräch mit der Leiterin der Koordinationsstelle ist ebenfalls verpflichtend.
Auswahlverfahren
Bewerberinnen für das Mentoringprogramm sollten über gute bis sehr gute Noten verfügen und über Praktika sowie das beigelegte Motivationsschreiben zudem ein hohes außeruniversitäres Engagement erkennen lassen. Aufgrund der vorliegenden Informationen prüft die Koordinationsstelle nach dem Anmeldeschluss, welche Mentorin für die Bewerberin geeignet wäre. Der Projektbeirat mit Vertreterinnen von IHK, Arbeitsagentur Konstanz, Kontaktstelle Frau und Beruf, HTWG und Universität wählt dann die neuen Tandems aus. Etwas sechs bis acht Wochen nach Anmeldeschluss werden die Kontakte für die neuen Tandems vermittelt.
Kontaktaufnahme
Nach Rücksprache mit der potenziellen Mentorin geben wir ihren Namen und ihre Anschrift an die jeweilige Mentee weiter. Diese setzt sich nun mit der Mentorin in Verbindung und vereinbart einen ersten Termin. Die ausgewählten Mentees und Mentorinnen haben so die Gelegenheit, sich kennen zu lernen und festzustellen, ob sie gemeinsam ein Tandem durchführen wollen. Denn die persönliche "Chemie" muss stimmen. Bei diesem Treffen werden die beruflichen und persönlichen Interessen, Kooperationsmöglichkeiten und Ziele abgestimmt. Sind Mentorin und Mentee sich einig, wird bei einem weiteren Treffen die Mentoring-Vereinbarung unterzeichnet. In einer kurzen Rückmeldung wird die Koordinationsstelle informiert, ob eine Kooperation zustande kommt.
Ziele vereinbaren
Welche Ziele sich ein Mentoring-Tandem setzt, hängt von den jeweiligen Interessen der Mentee und der Mentorin ab und kann deswegen frei vereinbart werden. Wir versuchen Tandems mit möglichst ähnlichen Interessenslagen zusammenzubringen. Sicher lässt sich je nach Arbeitsbereich, Vorlieben, Wünschen und der Zeitkapazität von Mentorin und Mentee vieles denken. Eine inhaltlich-fachliche Beratung bei Studien- oder Diplomarbeiten, die Vermittlung eines Praktikums, ein kontinuierlicher Austausch zu Fachthemen oder Themen des beruflichen Ein- und Aufstiegs, die Vermittlung von Kontakten u. a. m. ist denkbar. In jedem Fall empfiehlt es sich, konkrete Dinge zu formulieren, die man gemeinsam tun kann. Anregungen hierzu gibt es auf der Internetseite und in einem Workshop, der zum Auftakt veranstaltet wird. Die Vereinbarung von gemeinsamen Zielen muss gut durchdacht und besprochen werden. Achten Sie auf Realisierbarkeit und stecken Sie die Erwartungen nicht zu hoch!
Die Mentoring-Partnerschaft und die gemeinsam gesteckten Ziele sind für Mentee und Mentorin verbindlich und werden durch die Unterzeichnung der Mentoring-Vereinbarung gestützt.
Austauschen und Kontakte halten
Die Mentorin und die Mentee vereinbaren regelmäßige Treffen und mündliche oder schriftliche Kontakte. Es wird empfohlen, sich mindestens einmal monatlich persönlich zu treffen und auszutauschen. Die Anlässe dazu können vielfältig sein. Neben direkt vereinbarten Terminen sind auch Treffen in Verbindung mit Fachtagungen oder Vorträgen, gemeinsame Mittagessen, Firmenveranstaltungen usw. denkbar. Hierfür anfällige Reise- und Übernachtungskosten können von der Koordinationsstelle leider nicht übernommen werden. In der Zwischenzeit empfiehlt sich ein regelmäßiger Austausch per Telefon oder per Email, in dem Fragen, Anregungen, Informationen, Themen für das nächste Treffen usw. kommuniziert werden können. Anlässe, in Kontakt zur Mentorin oder Mentee zu treten, lassen sich sicher vielfältige finden. Die Initiative für diese Kommunikation ist beiderseitig. Denn beide erhalten in Ihrem jeweiligen Arbeitsumfeld Informationen, die der anderen u.U. nicht zur Verfügung stehen. Was für wen interessant ist, kann gegebenenfalls abgeklärt werden.
Einen Überblick über die verschiedenen Kooperationsformen haben wir für Sie auf einer extra Internetseite zusammengestellt.
Begleitprogramm
Für die ausgewählten Mentees ist die Teilnahme an den Veranstaltungen des Begleitprogramms verpflichtend. Zu diesen Veranstaltungen gehören ein Workshop zum Thema "Zielorientierung und Standortfindung", eine offizielle Auftaktveranstaltung und eine offizielle Abschlussfeier. Zudem wird empfohlen, an den Vorträgen "Treffpunkt Mentoring - Mentorinnen geben Einblick in ihre Tätigkeiten" und den angebotenen Netzwerktreffen für Mentorinnen und Mentees teilzunehmen.
Abschluss des Programms
Das Programm endet ca. neun Monate nach dem Anmeldeschluss mit einer Abschlussveranstaltung. Bei dieser erhalten alle Mentees, die an den Veranstaltungen des Begleitprogramms teilgenommen haben und auf eine gute Tandemkooperation zurückblicken können, ein Zertifikat über ihre Teilnahme am Mentoringprogramm Konstanz. Mit dieser Feier werden die Tandems einer Tandemrunde offiziell aufgelöst. Viele ehemalige Mentees pflegen den Austausch mit ihrer Mentorin jedoch weit über den vereinbarten Zeitraum hinaus.
Evaluation
Evaluationen geben uns die Möglichkeit, den Erfolg unseres Programms und seine Auswirkungen auf die spätere berufliche Situation der ehemaligen Mentees zu untersuchen. Die Ergebnisse können helfen, das Programm umzustrukturieren und noch besser an die Bedürfnisse der Teilnehmerinnen anzupassen. Deswegen bitten wir jede Bewerberin, uns bei späteren Umfragen mit ihren Antworten zu unterstützen.
Beratung
Die Koordinationsstelle des Mentoringprogramm steht jederzeit für Beratung und Information zur Verfügung. Trotz gegenseitiger Absprachen und Vereinbarungen kann es zu Problemen in der Mentoring-Beziehung kommen. In solchen Fällen ist es sinnvoll, die Probleme zu thematisieren. Die Koordinationsstelle berät Sie in solchen Fällen gerne und kann auch zur Konfliktmoderation hinzugezogen werden. Lassen sich die Probleme nicht lösen, so kann in Abstimmung mit der Koordinationsstelle die Mentoring-Vereinbarung im gegenseitigen Interesse vorzeitig beendet werden.
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